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20. August 2010

Landkreis Harburg

Rund 50 Vertreter von Kulturorganisationen trafen sich zur Auftaktveranstaltung im Kreishaus

Auftaktveranstaltung „Kulturlandkreis“

Auftaktveranstaltung „Kulturlandkreis“

Eine enge Vernetzung der Kulturschaffenden, eine Bündelung und Förderung des vorhandenen kulturellen Angebots und die Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen – das sind einige der Ziele des Projektes „Kulturlandkreis Harburg“, das Landrat Joachim Bordt zusammen mit der Sparkasse Harburg-Buxtehude und dem Freilichtmuseum am Kiekeberg auf den Weg gebracht hat. Dass die Initiatoren damit den „Nerv“ der Kulturschaffenden im Landkreis getroffen haben, zeigte die Auftaktveranstaltung im Winsener Kreishaus. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von Kulturinstitutionen im Landkreis waren der Einladung des Landrates gefolgt – und begrüßten das Projekt einhellig.

„Wir sind ein Landkreis, der in Quantität wie Qualität ein sehr gutes Angebot im Kultur- und Kunstbereich aufweist“, erläuterte Joachim Bordt sein Ansinnen. „Aber wir können durch einen engen Austausch aller Akteure, durch gemeinsame Aktionen und ein gemeinsames Marketing das kulturelle Profil des Landkreises noch weiter ausbauen und stärker in den öffentlichen Fokus rücken.“ Kultur, so der Landrat, sei ein sehr wichtiger Standortfaktor, denn ein gutes kulturelles Angebot, das auch wahrgenommen werde, trage wesentlich zur Lebensqualität der Menschen im Landkreis bei. Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern sind im kulturellen Bereich besonders viele Ehrenamtliche tätig. „Ich würde mich umso mehr freuen, wenn es uns mit dem Projekt Kulturlandkreis auch gelingt, diese Ehrenamtlichen in ihrer Arbeit zu unterstützen.“

Frauke Wulf, Mitarbeiterin des Freilichtmuseums am Kiekeberg, die das Projekt leitet, stellte zunächst die Projektziele und die Projektstruktur vor. Neben einer engen Vernetzung der Kulturinitiativen, um den fachlichen Austausch, die gegenseitige Unterstützung und Absprachen zu fördern, sei ein erster wichtiger Schritt die gemeinsame Präsentation des kulturellen Angebotes. Alle Teilnehmer waren sich schnell einig, dass ein Kulturkalender für den gesamten Landkreis – zunächst auf Internetbasis – möglichst schon 2011 entstehen solle. Begeistert aufgenommen wurde auch die Idee, im nächsten Jahr gemeinsam eine Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Kinderkultursommer“ zu organisieren – die Teilnehmer wollen mit Veranstaltungen für Kinder dazu beitragen. Ebenso auf positive Resonanz stieß das Angebot von Workshops zur Qualifizierung und Fortbildung von Mitarbeitern kultureller Einrichtungen und Initiativen im Landkreis. Zwei Workshops, die für alle Teilnehmer kostenlos sind, wurden bereits terminiert. Im November finden diese zu den Themen „Marketing für Kultureinrichtungen“ und „Stiftungslandschaft in Deutschland“ statt.

Um das Projekt auf eine breite Basis zu stellen und zugleich eine effiziente Umsetzung der Ziele zu ermöglichen, verabredeten die Teilnehmer die Bildung von Arbeitskreisen nach Kultur- bzw. Kunstsparten, die wiederum Vertreter für einen Beirat entsenden. Im „Kulturbüro“ bei Frau Wulf im Freilichtmuseum laufen die Fäden zusammen – sie wird federführend für die Umsetzung der Projekte verantwortlich sein. Darauf freut sich die 27-jährige: „Ich bin mir sicher, dass es sich lohnt, Zeit und Arbeit in dieses Projekt zu investieren. Die große Motivation aller Teilnehmer und die vielen Ideen, die während unseres Treffens geäußert wurden, belegen, dass der Bedarf von allen gesehen wird und ein vielfältiges Handlungsfeld gegeben ist. Und es wird auf jeden Fall Spaß machen, dieses Projekt gemeinsam mit allen Beteiligten umzusetzen.“

Dieser Bedarf nach einem gemeinsamen Projekt war allgemeiner Tenor beim Auftakttreffen. Joachim Schuster von der Kontaktstelle Musik im Landkreis sieht den „Kulturlandkreis“ als längst überfällig an. „Wir agieren vielfach nebeneinander her, teils wissen wir nicht einmal voneinander. Einen engen Austausch zu schaffen, diese wichtige Basis ist allein schon ein Erfolg“. Onne Hennecke von der Empore Buchholz sieht das Projekt zudem als wichtigen Impuls für ein gemeinsames Auftreten nach außen. „Wenn wir das Publikum erreichen wollen, müssen wir auch das Publikum der jeweils anderen Kultureinrichtung ansprechen. Eine gemeinsame Plattform und gegenseitige Unterstützung ist deshalb sehr sinnvoll für alle.“ Der Kulturlandkreis dürfe allerdings kein Debattierclub sein – „ich würde mir wünschen, dass hinten auch was rauskommt.“ Mit diesen Worten schloss Landrat Joachim Bordt dann auch die Veranstaltung und zeigte sich sehr optimistisch: „Der Start war hervorragend, und ich bin mir sicher, dass das Projekt ein Erfolg wird.“


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pdf presse134Kulturlandkreis 122 K



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