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22. September 2010

Pressestelle

Das Agrarium hat nun das Dach und den Segen der Zimmerleute: Am Freitag, 17. September, feierten 650 Gäste fröhlich das Richtfest auf der Baustelle. Auch Professorin Dr. Johanna Wanka, niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, war beeindruckt von dem Rohbau, der ab 2012 Deutschlands einziges Zentrum für Landwirtschaft und Ernährungsindustrie beherbergen wird.

v.l. Heiner Schönecke, Heike Meyer, Prof. Dr. Johanna Wanka, Prof. Dr. Rolf Wiese - Foto FLMK

v.l. Heiner Schönecke, Heike Meyer, Prof. Dr. Johanna Wanka, Prof. Dr. Rolf Wiese - Foto FLMK

„Ich beglückwünsche das Freilichtmuseum am Kiekeberg zu seinem besonderen Projekt. Das Agrarium wird ihm noch wesentlich mehr Besucher bringen als zurzeit schon“, begrüßte Johanna Wanka die Anwesenden in bester Feierlaune und plauderte aus ihrer eigenen Kindheit auf dem Bauernhof. Kartoffeln auflesen sei damals, anders als die Kinder es im Freilichtmuseum zum Richtfest erlebten, nicht lustig gewesen. „Ich freue mich, wenn ich sehe, wie viel das Freilichtmuseum im Bereich der Bildung macht, insbesondere für Kinder.“ Natürlich kosten diese Kultureinrichtungen Geld, daher fördere das Land Niedersachsen das Agrarium auch aus den EFRE-Mitteln der EU. „Und heute sehe ich am Kiekeberg, dass man ein Museum gut und wirtschaftlich betreiben kann, mit einem Förderverein von über 6.000 Mitgliedern, Mitarbeitern, die Spaß an ihrer Arbeit haben und vielen Freiwilligen.“

Heike Meyer, Vorsitzende des Stiftungsrats des Freilichtmuseums am Kiekeberg, stimmt Johanna Wanka zu: „Das Agrarium ist ein großer Schritt in Richtung Zukunft für das Freilichtmuseum, das schon heute eine der erfolgreichsten Freizeiteinrichtungen der Region ist.“ Professor Dr. Rolf Wiese, Museumsleiter, ergänzt: „Zu uns kommen Kindergruppen, Eltern und Großeltern mit Kindern und natürlich viele Erwachsene. Bisher zeigen wir ihnen, wie das Leben bis in die 1960er Jahre war. Im Agrarium führen wir Landwirtschaft und Ernährung zusammen. Wir zeigen, wie Lebensmittel heute produziert werden und geben eine Vorschau auf die Zukunft.“ Das Agrarium öffnet im Mai 2012, bis dahin muss das Freilichtmuseum noch die 3.000 qm als Ausstellung einrichten.
Der Polier ließ zum Schluss ein Glas zerspringen: „Seine Scherben mögen dem Bauherrn und allen Anwesenden Glück bis in die fernsten Zeiten bringen. Prost!“

Das Agrarium wird eine Ausstellungswelt ganz besonderer Art. Erstmals in Deutschland werden Landwirtschaft und Ernährungsindustrie gemeinsam dargestellt, ihre Bezüge und gegenseitige Einflüsse aufgezeigt. Heutige Technik, frühere Arbeitsweisen und die Herstellung von Lebensmitteln werden hier anschaulich.

In dem in Deutschland einmaligen „landwirtschaftlichen Science Center“ eignen sich Besucher Wissen über die vielen Facetten des Ernährungsbereichs aktiv an. Genuss-Stationen und Experimente gehören ebenso zum Inhalt wie Gruppenprogramme und Veranstaltungen. Dazu kooperiert das Museum mit vielen Betrieben vor Ort.

Insgesamt sind rund 5,7 Millionen Euro für das Agrarium veranschlagt. Neben einer erheblichen Summe an EU-Strukturförderung (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, EFRE) beteiligt sich der Landkreis Harburg als Projektträger des ersten Bauabschnitts in großem finanziellen Umfang. Weitere wichtige Projektpartner, die das Agrarium finanziell fördern, sind: der Förderfonds Hamburg/Niedersachsen der Metropolregion Hamburg, die Stiftung Niedersachsen, die Niedersächsische Sparkassenstiftung, der Lüneburgische Landschaftsverband, die Gemeinde Rosengarten, die Hans-Jürgen Weseloh-Stiftung, die Stiftung „Hof Schlüter“, das Landschaftliche Kollegium des Fürstentums Lüneburg, die EWE AG, die Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude, die Sparkasse Harburg-Buxtehude, der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg.

Das Agrarium ist eingebunden in den Regionalpark Rosengarten.



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