Unsere Kaffeerösterei

Der Kaffeeröster röstet die Bohnen vor den Augen der Besucher.

Ein Kaffeeröster von 1932 und ein Verlesetisch bilden das historische Ensemble im Rösterei-Café "Koffietied", im Erdgeschoss des Agrariums.
Der Kaffeeröster stand bis Ende der 1980er Jahre in der Kaffeerösterei Carl Wilhelms in Hamburg, bevor ihn das Freilichtmuseum erwarb. Heute ist er wieder in Betrieb, einmal die Woche wird hier die "Kiekeberger Mischung" geröstet.

Aber der Reihe nach: Bevor der Rohkaffee geröstet wird, kommen die Bohnen auf den Verlesetisch. Rohkaffee ist die ungeröstet Kaffeebohne, die von der Frucht bereits getrennt wurde. Bis in die 1960er Jahre hinein wurde der Rohkaffee in den Hafenstädten verlesen. Die Arbeit war ein typischer Frauenberuf und schlecht bezahlt. In acht Stunden konnte eine Arbeiterin rund 60 kg Bohnen nach Größe und Farbe sortieren. Sie mussten Schmutz, unreife und überreife Bohnen – so genannte Stinkerbohnen – von den guten Kaffeebohnen trennen. Stinkerbohnen entfalten beim Kaffeerösten einen fauligen Geruch und können eine ganze Röstung verderben.
Das Verlesen geschieht heute immer noch von Hand – jedoch in den Erzeugerländern.

Das Rösterei-Café "Koffietied".

Das Freilichtmuseum erwarb die Röstmaschine Probat G 45 der Firma Probat in Emmerich (Niederrhein) 1988. Die Typenbezeichnung G 45 verweist auf die Chargengröße des Rösters: Bei einem Röstvorgang verarbeitet die Maschine bis zu 45 kg Rohkaffee.
Zum Rösten wird der Rohkaffee in die große Trommel geschüttet. Sie ist das Herzstück der Anlage. Die sich drehende Trommel wird mithilfe einer Gasflamme auf 200°C erhitzt. Rund 20 Minuten dauert der Röstvorgang. Die fertigen, dunklen Kaffeebohnen müssen dann schnell abgekühlt werden, dazu fallen sie auf ein Abkühlsieb und können nach wenigen Minuten verpackt werden.

Kontakt:
Tel. (040) 29 82 32 78
Fax (040) 18 05 92 34
info[at]koffietied.de
www.koffietied.de


Museumsladen

...unseren Museumsladen?




Webdesign & Realisierung: Werbeagentur Tangram