Spüren und wissen, wie es
sich zwischen 1804 und 1965 lebte.

Die einfachen Leute spielen in den Geschichtsbüchern eher selten eine Rolle. Bei uns ist das anders: Wir machen das Leben der einfachen Bürger von damals wieder lebendig und spürbar. Die Darsteller der Gelebten Geschichte führen in authentisch rekonstruierter Kleidung alltägliche land- und hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie Dreschen, Flachsen, Kochen und Waschen aus. Dabei zeigen sie drei verschiedene Zeiten: Sie verkörpern Bauer, Bäuerin, Altenteiler, Knecht und Magd des frühen 19. Jahrhunderts, zeigen, wie ein  Fischer und seine Familie im frühen 20. Jahrhundert lebten. Oder sie leben wie eine Flüchtlingsfamilie in der Nachkriegszeit. Die Darsteller berichten den Besuchern in Gesprächen vom Landleben in dieser Zeit.

Der Heidehof in 1804

Besuchen Sie eine Bauernfamilie in der Lüneburger Heide im Jahr 1804. Das Leben auf einem Heidehof folgte einer strengen Hierarchie. Der „Buur“ herrschte über die Familie, Grootknecht, Lüttknecht und die Mägde. Ehrenamtliche vom Erwachsenen- bis ins Kindesalter stellen das einfache ländliche Leben dar, fernab der höfischen Feste, von Goethe und Weltpolitik. Sie nehmen an diesem Leben teil, erfahren wie vor 200 Jahren gekocht, gewaschen und gearbeitet wurde. Kommen Sie mit den Darstellern ins Gespräch und schauen Sie ihnen über die Schulter. An mehreren Terminen zwischen Ende Januar und Oktober haben Sie dazu die Möglichkeit.


1904 – ein Fischerhaus in Drage

Wie lebte eine Fischerfamilie vor über 100 Jahren in der fruchtbaren Elbmarsch, die ihren Bürgern ein gutes Einkommen ermöglichte? Das erzählen wir Ihnen im Fischerhaus aus Drage. Hier befindet man sich im Jahr 1904, mitten in der Industrialisierung. Die Fischerfamilie lebt hier in mehreren Generationen. Das Haus ist hell, der gusseiserne Herd sicher und sparsamer als frühere offene Feuer. Auch die Luft im Haus ist deshalb wesentlich besser und aus den Räucheröfen duftet es herrlich nach leckerem Fisch. Die Fischerei ist zwar wichtig, sie allein reicht aber nicht zum Leben aus. Gemüseanbau, Körbe flechten und andere Handarbeiten waren ebenso wichtig als Einkommensquellen.


Die Königsberger Straße von 1945 bis 1965

Unsere jüngste Vergangenheit wird bei der Gelebten Geschichte zwischen 1945 und 1965 in der „Königsberger Straße“ wieder gegenwärtig. Die Nachkriegszeit war eine Phase großer Not und Unsicherheit. Es fehlte an fast allem und Improvisationsvermögen war gefragt. Viele Menschen lebten in Nissenhütten. Diese Notunterkünfte gab es überall in Deutschland. Hier lebten Obdachlose und Flüchtlinge auf engstem Raum. Das Leben spielte sich weitestgehend im Freien ab. Sehen Sie eine Flüchtlingsfamilie, die versucht in der Nachkriegszeit ihr Überleben zu sichern. Der Herd stand im Freien und im Garten pflanzten sie das Nötigste selbst an, sogar Tabak für den Schwarzmarkt.

Gelebte Geschichte 1804 & 1904

Sbd.-So., 22.-23. Juni, 10.00-18.00 Uhr

Passend zum Tag Bier aus dem Norden spielt dieses alte Getränk eine zentrale Rolle im Heidedorf 1804 und dem Fischerhaus 1904.

Wann und wo?

Ort:
Freilichtmuseum am Kiekeberg

Datum:
22. und 23. Juni 2019

Zeit:
10 bis 18 Uhr

Eintritt:
9 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt


Was und wie?

Die Darsteller führen in authentisch rekonstruierter Kleidung alltägliche land- und hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie Dreschen, Flachsen, Kochen und Waschen aus. Der Schwerpunkt liegt auf der Ausführung handwerklicher Tätigkeiten. Dabei verkörpern sie Bauer, Bäuerin, Altenteiler, Knecht und Magd des frühen 19. Jahrhunderts bzw. einen Fischer und seine Familie im frühen 20. Jahrhundert. Die Darsteller berichten den Besuchern in Gesprächen vom Landleben in dieser Zeit.

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